Jeder Mensch hat so seine Gewohnheiten, Vorstellungen und Wünsche – ich wollte meinen 60. Geburtstag auf der Andaria feiern und idealerweise in Griechenland in einer netten Bucht.  Wir brachen am 14.06  in Korfu auf und hatten ab Lefkimmi guten Segelwind nach Paxoi, wo wir die Bucht Lakka im Norden der Insel anvisierten. Erst vor der Einfahrt holten wir das Segel ein und nun galt es in der gut besuchten Bucht einen optimalen Ankerplatz zu finden.  Maria war, wie immer, sehr skeptisch und als ich zum dritten Mal den Anker setzte war mir klar – jetzt ist es genug.  Die Bucht hatte smaragdgrünes Wasser mit sandigem Untergrund und war wirklich traumhaft. Nachdem wir ausgiebig geschwommen und erfrischt waren, gab es ein nettes Abendessen, abgerundet mit einer Flasche Chateauneuf du Pape in eleganten Gläsern (Danke Rudi).

Die Nacht war etwas unruhig, da der Wind dauernd drehte und etwas Schwell in die Bucht lief.

Am Morgen überraschte mich Maria mit Kuchen und improvisierter Kerze. Nach dem Frühstück gingen wir noch schwimmen und richteten dann den Kurs Richtung Preveza.

In Preveza pirschten wir uns in den Stadthafen und legten uns längsseits auf den besten aller Liegeplätze. Danach machten wir uns landfein und gingen in ein griechisches Lokal Abendessen und nachher noch auf einen Drink  –   Mission 60 completed!

Am 16.06. nahte der Abschied – Marias Flug startete um 17:00 Uhr und wir bestellten für 15:00 Uhr das Taxi, welches uns auch pünktlich direkt von unserem Steg abholte.  Heimweh und Trennungsschmerz hielten sich die Waage und Maria versuchte die Situation mit gut gemeinten Ratschlägen zu überspielen. Viele appellierten an meinen Ordnungssinn und allgemeines Verhalten. Die letzten zwei waren, wenn ich mich richtig erinnere, wortwörtlich: „ Sauf net soviel und pass auf, dasst net zur Sau mutierst“!  – Das habe ich mir selbstverständlich zu Herzen genommen ;-).  Am Flughafen gab es noch eine Gepäckssituation: mit 26,8 kg waren die erlaubten  23 kg überschritten und es wurde ein Zuschlag von € 50,–  genannt.  Nach Nikis Motto wir haben ja nichts zu verschenken, deshalb wurde umgepackt und die gewünschten Limits mit List und Tücke erreicht.

Ein Bussi, ein Foto und jetzt trennten sich erstmals nach 42 Jahren unsere Wege für längere Zeit – wirklich ein eigenartiges Gefühl.

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