Wir wollten ursprünglich eine 50 Stündige  nonstop Fahrt mit 10 Seemeilen  außerhalb FB2 (20 nm vom Land – braucht Andreas für FB3)  und das war der Grund warum wir die schwierigere Route gewählt haben und nicht unterhalb Kythira den besseren Kurs genommen haben.  Leider  hat dass der griechische  Wettergott  nicht zugelassen  und wir wollten das Risiko einer Sturmfahrt  nicht eingehen.

Es war eine Freude zu sehen wie sich Walter und Andreas  den  wirklich anspruchsvollen Herausforderungen stellten.

Alle Handgriffe an Bord wurden souverän erledigt und  man merkte sofort dass die Chemie passte, Interesse,  gutes Basiswissen und Geschick reichlich vorhanden sind.  Anstrengende Nachtfahrten bei rauer See, in Ölzeug, mit Haube und Stirnlampe, mit Schwimmweste und Livebelt,   ohne Land in Sicht  und einer drohenden Schlechtwetterfront  im  Nacken  und nur kurzen Schlafpausen bei unruhiger See –  das  zehrt  schon an den Nerven.  Walter hat den Löwenanteil am Steuer  geleistet und  ich musste mich direkt reindrängeln damit ich auch mal ran durfte – ein wirklicher Luxus.
Auch die hygienischen Strapazen wurden überwunden  und die öffentliche Sanitäranlage in Chania (siehe Bilder) waren eine Hürde welche erst mal genommen werden muss, aber immer noch besser als die Seniorenpflegetücher (The Hygienic Full-body Bath)  vor welchen mir direkt schlecht wird.

In Summe ein paar anstrengende Tage mit  intensiver  Belastung  welche aber in positiver Erinnerung bleiben werden – so ein Abenteuer  erlebt  man nicht alle Tage.

Zum Abschluss  möchte ich mich für die tolle Unterstützung bei der Überfahrt,  die unter denkbar  schlechten Voraussetzungen welche auch die Bootsvorbereitung  und Planung arg durcheinandergebracht haben,  bedanken  und „Einhand“ wären es für mich  ein paar sehr belastende  Etappen geworden  –  darum  „give me five“.

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Meine ausgezeichnete Crew – Andreas und Walter
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