Der drohenden  Starkwindfront, welche in Österreich für den Wintereinbruch sorgte,  sollte auch in Griechenland nicht spurlos vorbeiziehen und da wollte ich schon in einer sicheren Marina liegen.  Es  sollte ein kurzer Schlag werden und die 22 nm wollte ich in 4,5  Stunden schaffen da es  ab späten Nachmittag die Sturmwarnung gab.  Der Wind an der Südseite von Rhodos ist berüchtigt und  ich kämpfte mich mit Motor und gerefften Segel  von Lindos  nach Rhodos Stadt.
Auf den letzten  3 Meilen hatte ich  Wind und Welle gegen  mich und die Andaria stampfte mit  hoher Drehzahl dahin – das Ziel vor Augen konnte ich jetzt nicht nachlassen und der Motor hat mir schon fast Leid getan.

Genau vor der Marina Einfahrt verlor der Motor deutlich  an Leistung und ein schneller Blick auf die Tankuhr zeigte  LEER – die Vollgas Meilen hatten den Verbrauch in ungeahnte Höhen schnellen lassen. Normalerweise sollte der Tank zumindest die doppelte Strecke halten und genau in der Einfahrt  der Marina lag auch die Tankstelle.

Jetzt  musste ich bei unangenehmer Welle aus dem Kanister nachtanken und auch den Motor  wieder in Schwung bringen –  hat gut geklappt und das Anlegemanöver in der neuen Marina ist auch gut gelungen.

Die neue Rhodos Marina kann man ruhig als Prachtbau bezeichnen – zwar noch  nicht ganz fertiggestellt  und ausgebaut aber die Anlage  –  Hut ab. – alles vom Feinsten und Überdimensioniert.  Es  liegen etwa 30 Boote darin und das Personal würde ich locker auf 10 Personen schätzen – das rechnet sich nie und nimmer.

Der erste Weg führte mich in die LIDL Marina welche von Zigeunerlagern umgeben   war und schon 2010 ergriffen wir  bei diesem Anblick die Flucht.

Dieses Mal näherte ich mich von der Landseite und  machte ein paar Fotos  aber  ich hatte ein sehr ungutes Gefühl und es wurde schon dunkel.  Da die Fotos nichts wurden musste ein zweiter Anlauf her – reine Nervensache wenn man von den Kindern eingekreist wird oder von den  Damen angebettelt – da heißt es cool bleiben denn es befindet sich keinerlei Hilfe in der Nähe.

 

Die Festungsanlage von Rhodos mit den vielen Geschäften und Lokalen war wirklich sehenswert und hat beeindruckende  Ausmaße .

Als die Sturmfront vorbei war ging es zur Tankstelle und dann weiter mit Kurs auf Symi, wobei  ich auch gleich mein nächstes Boot in Augenschein nahm  – vielleicht zum 75 er ;-))

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