5. – 8. September 2016

Nach einem  Stopp in Trizonia und Übernachtung in Nafpaktos  peilte ich wie geplant, am Geburtstag meines Vaters,  Patras an. Die Brücke von Rion präsentierte sich bei prächtigem Wetter von ihrer besten Seite und bei glatter See dieselte die Andaria souverän dahin.  Mein 18 Tage Bart  welcher  sich durch unangenehme Stacheligkeit bemerkbar machte musste in der Marina Patras als erstes weg,  darum wurde er noch mit einem Selfie  zur Erinnerung digitalisiert.

Obwohl die Brücke von RION eine Durchfahrtshöhe von  >50  m und die Andaria eine  Höhe von max. 14 m  hat ist die optische Täuschung für mich immer wieder verblüffend – es sieht fast so aus als ob man die Brücke trotzdem streifen würde.

Das Anlegemanöver in der engen Marina Patras gelang halbwegs  und die Leinenlängen an den „variablen“  Schwimmstegen sind eine eigene Wissenschaft. Nach dem zweiten Nespresso ging es ab in die Dusche und gleich darauf wurde – glattrasiert -der erste LIDL Einkauf absolviert, wieder eine sehr positive Erfahrung (sogar mit Backshop). Die Beute wurde im Boot verstaut und dann spazierte  ich durch die Stadt zur imposanten Kirche  Agios Andreas wo ich ein paar Kerzen entzündete.

Zwei Brunnen und ein Erleuchtungskörper vor der griechischen Nationalbank waren mir eine Fotoserie wert!!

 

In den Abendstunden geriet der Schwimmsteg, bei relativ wenig Wind, derart ins Schwanken und die Boote ins Schaukeln dass es wirklich nicht einfach war die Balance – auch als Nüchterner (Provokatiönchen  😉 – zu halten.

Die Nacht war trotzdem erträglich und die angesagte Schlechtwetterfront erreichte Patras punktgenau  am 06.09 um  05:50 und es regnete sich ordentlich ein. Ein günstiger Tag zum Abwaschen, Staubsaugen und was sonst noch so anliegt.

Das Patras Archaeological Museum, eine architektonische Meisterleistung, wurde mit EU-Förderungen  nach dem Motto „klotzen statt kleckern“ errichtet.  Das imposante Gebäude beherbergt sehr gut präsentierte aber  überschaubare Relikte welche teilweise  sehr sauber nachgebildet wurden.   Nach meiner Schätzung standen   14 Museumsmitarbeiter einer Schar von 3 Besuchern gegenüber –  ein  wirklich exklusives Gefühl wenn man so tolle Räumlichkeiten mit Rucksack, Strohhut und Sandalen durchwandert und jeder Schritt beobachtet wird.

In den Abendstunden erwanderte ich noch die Brücke von Rio und die Konstruktion der  zweitlängsten Schrägseilbrücke der Welt,  sowie die Abendstimmung vom Brückenmittelpunkt zwischen den Golfen von Korinth und Patras  war sehr beeindruckend.  Die Verankerungen und Dimensionen der Haltetrossen welche Windgeschwindigkeiten bis 266 kmh aushalten sollen  waren mir wieder einige Bilder wert.

Jetzt war das Wetter vier Tage lang sehr unbeständig,  es war teilweise sehr  stürmisch und es hat, nach der Wassermenge im Beiboot gemessen, geschätzte 150 Liter je m2 geregnet.

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