Da sich der Flughafen von Kos nur 5 km  von Kardamena befindet war dieser Ort   geeignet um Maria am 10.Mai von dort abzuholen.   Der  kurze Schlag von Nisyros Pali nach  Kardamena war zu segeln und im Hafen angekommen  suchte ich auch gleich, obwohl der Wind etwas böig von der Seite kam,  ein gewagtes röm. Kat. Anlegemanöver  durchzuführen.  Die  Lücke war breit genug aber Wind und Strömung scherzten mit mir und nur mit hängen und würgen gelang die Aktion – mein Beitrag zum Hafenkino.

Karadema  touristisch sehr erschlossen  mit Hafenpromenade, Tavernen, Kaffees und vielen Souveniershops  war eine lebhafte Erfahrung nach den verschlafenen Symi und Pali.  Es dient auch  mit den vielen Ausflugsbooten als Startpunkt  zu den umliegenden Inseln – da tut sich was.

In den Abendstunden waren die obligaten Strandspaziergänge  angesagt welche immer wieder eine faszinierende Wirkung  ausüben.

Am zweiten Tag ging es mit dem Linienbus nach Kos und gleichzeitig konnte  ich die Anbindung zum Flughafen testen und bemerkte um welch fruchtbare und grüne Insel es sich handelt.

Der erste Bus fuhr pünktlich nach Kos welches in den kühleren Vormittagsstunden  sehr reizvoll sein kann da noch  wenige Touristen unterwegs sind. Hier die  Platane des Hippokrates.

Ein wirklich gut erhaltenes  Hammam ließ die Badekultur im antiken osmanischen Reich  erahnen nur  die Gewichtskontrolle würde bei den WeightWatchers nicht durchgehen.

Im Hafen wurde  die Andaria frontal von einem Hai attackiert  ist aber nochmal gut ausgegangen.

DSC06768DSC06775

Kardamena – Der Sturm –   Logbuch (Kladde)  –  das Meer hat auch dunkle Seiten.

Am Montag den 08.05  um  ca 18:00  ging es mit starkem  SE-Wind und Schwell los.  Ich legte eine zusätzliche Heckleine mit Stahlfeder und auch ein zweite Spring auf Stb. Sicherheitshalber wechselte ich auch noch die Honey auf die Leeseite.  Das  großes Touristenboot MARIA MAGDALINI   wurde von Einheimischen noch rechtzeitig umgelegt. Einen zweiter Fender ans Heck.  Um 23:30 h  Heckleinen verlängern.  halbstündlich Kontrolle ob alles noch passt,  starker Schwell macht es sehr ungemütlich und sogar gefährlich.

06:00  GrandSoleil 45 lässt die Maschine laufen um nicht an die Mole zu donnern  – Holger  glaubt sein Anker slippt. Böen  >  40 nm

07:10  Holger lichtet den  Anker schafft es aber nicht mit  vollem Einschlag und dem Bugstrahlruder die Richtung zu halten –  kommt quer und fährt in  mit dem Buganker in die Andaria und verhängt sich in der BB-Spring  – ich konnte das Ärgste durch wegdrücken verhindern  und die GrandSoleil  wird mit kräftiger Unterstützung griechischer Fischer längsseits verholt.

DSC06791

07:30  Leinen kontrolliert – leicht verschoben  nachstellen und  beobachten. Bevor ich en Anker nachziehe bemerke ich die Leine  (Kletterseil) für die Ankerkralle/Haken ausgerissen ist –  neue Leine und wieder montiert.

08:30 Motoryacht  MARIA  wird von 8 Leuten  zusätzlich verleint  – ich nehme meine Honey aus dem Wasser und hänge sie an die Promenade da sie durch die vielen Leinen  – die gegeneinander arbeiten –  in  Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

08:45 zusätzliche BB- Spring  – besserer Winkel

DSC06819DSC06825DSC06826

11:00  Wind dreht auf Süd
11:15  zusätzliche Stb – Spring

13:00 Windböen lassen  nach und  der Wind dreht auf SSW

14:30 Wind nimmt wieder zu

18:00  die Lage hat sich relativ beruhigt und es waren 24  anstrengende Stunden und morgen in der Früh kommt Maria  – da soll auch die Andaria  keinen verwahrlosten Eindruck machen –  das Bootsleben  kann phasenweise  auch anstrengend sein.

Bei gewaltigen Böen  und immensen Schwell hat der Anker der Andaria   jedenfalls  dem Druck   von sich selbst und einer GrandSoleil 45  standgehalten  obwohl auch die Spring  den Druck noch verstärkte-  hätte ich nicht geglaubt – Chapeau  – manuelle  Ankerwinsch  mit  CQR Anker und neuer Edelstahlkette!

Bei der Kontrolle auf eventuelle Schäden  wurde ein Schramme und Absplitterung am  der BB-Süllleiste  entdeckt  – hoffentlich eine Versicherungssache.

Werbeanzeigen