Am 22.10 um 3:45h brachte ich Andreas,  mit den am Vorabend organisierten Mietwagen VW up, zum Flughafen nach Heraklion.   Die Abflughalle war mit ca 500  Reisenden überfüllt und es wurde nur an zwei Schaltern abgefertigt was schon leichte Panik aufkommen ließ aber Andreas hatte nur Handgepäck und tätigte einen Online Check in.   Kurz darauf entschwand er durch die Sicherheitskontrolle  und ich war wieder im  Singlemode.

Als erstes gab es den obligaten Lidl Einkauf und dann ging es ab Richtung Osten in die Hafenstadt Sitea um mögliche Liegeplätze zu erkunden. Weiter  in das  neu erbaute und verwaiste  Urlaubsresort  „Dionysos“ welche auf mich eine eigene Faszination ausübt –  komplett funktionsfähig vom Pool, Verwaltungsgebäuden bis zu Restaurants und Kaffeehäusern,  aber es scheint komplett  unbewohnt  obwohl es tausende  Urlauber beherbergen könnte – eine gewaltige Fehlinvestition und dem Verfall preisgegeben.

Vai Beach,     der einzige Palmenhain  Europas  im äußersten Osten gelegen,  gehört zu den Traumstränden und sollte bei jedem Kreta Besuch  eingeplant werden.  Bei paradiesischen   Bedingungen  verbrachte ich ein paar Stunden am Strand.

Bei der Rückfahrt  wechselte der Sonnenschein von einer Minute auf die andere in eine komplette Nebelbank –  bei sehr warmen Temperaturen eine ganz eigenartige Stimmung.

Elounda , Plaka  und die malerische Leprainsel Spinalonga waren die nächsten Ziele.   Ich marterte den Mietwagen bis  rauf in den Windpark und unternahm eine ausgedehnte Wanderung  auf dem stürmischen  Plateau  unter den pfeifenden Windrädern.

25.10.2016 – Panagia Kera, eine byzantinische  Kirche mit tollen  Fresken aus dem 13 Jahrhundert  welche von Touristen ohne weiteres betatscht werden können  und wenn es eng wird dann lehnt man sich einfach an die bemalte Wand  –  in Österreich wären diese Wandbilder mit Panzerglas geschützt um sie der Nachwelt in bester Qualität zu erhalten.  Eine echte Hürde ist es eine Wand so zu erwischen dass keine Touristen davorstehen – da gehen sich die Fotografen gegenseitig auf den Wecker.

Die Ruinen der antiken Stadt Lato, auf einen hohen Bergrücken in Abgeschiedenheit  gelegen,  scheinen mir die am besten erhaltenen und authentischsten auf Kreta zu sein.  Man kraxelt zwischen den Grundmauern der Ruinen herum und findet immer wieder tolle Motive und kann sich das antike Leben dort gut vorstellen.

Beim kurzen  Abstecher nach Kritsa wird  der Unterschied  zwischen prächtiger Kirche und einfachsten Wohnstandard augenscheinlich.  Die im Schatten der Kirche  gelegenen Häuser haben teilweise Slumcharakter –  zwei Welten nur wenige Meter voneinander  getrennt.

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