Ein kurzes Wetterfenster wollte ich nutzen um Richtung Rhodos   los zu segeln und es bot sich der Karfreitag als Starter  an.

Von  Agios Nikolaos/Elounda startete ich bei tollem Wind und segelte nach  Sitea. Im Hafen habe ich keinen  passenden Platz gefunden darum  ankerte ich,  gut geschützt,  vor dem Sandstrand wo Jugendliche  badeten und ging am Abend noch einkaufen,  denn Ostern ist das wichtigste kirchliche Fest in Griechenland und da steht vieles noch stiller.

Nun galt es die wettermäßig unangenehmsten  Inseln des Dodekanes,  Kasos und Karpathos, zu absolvieren. Wind und  See wurden rauer  und die griechischen Wettervorhersagen trafen  die  tatsächlichen Bedingungen nur entfernt.

Am frühen Morgen nahm ich die Überfahrt nach Kasos in Angriff und  auch dieser Teil passte ganz  gut.  Im Hafen konnte ich, mit Hilfe netter Briten,  längsseits anlegen und der Karsamstag war gerettet.

Am Ostersonntag überraschte mich eine langezogene  Nebelbank  welch sich nur sehr zögerlich auflöste obwohl es kräftigen Segelwind gab.  Die Nordspitze von Karpathos wurde in den Abendstunden erreicht und die sehr schmale Einfahrt in die Bucht Tristoma verlangte Nervenstärke und maximale Drehzahl meines  Volvo Penta Diesel  und die Andaria  zischte souverän durch die Gischt.  In der einsamen Bucht war ich das einzige Boot und es war dann Stockdunkel  und auch keinerlei Telefonempfang.  Ohne aktuellen Wetterbericht beschloss  ich einen  OstermontagRuhetag einzulegen da  am Dienstag besseres Wetter prophezeit war. Am Ostermontag holte ich die (ungefärbten)  Eier nach und kochte erstmals auf – welche Überraschung „Thunfisch Rageti mit Knoblauch“ und auch die Augen essen mit ;-))

 

Nach unruhiger windiger Nacht war der Aufbruch im  Morgengrauen beschlossene Sache. Bei wolkenverhangenem  Himmel ging es wieder durch zwei Engstellen Richtung Rhodos.  Karpathos mit   Nebel  und  Gewitterwolken als Ausgangspunkt und Rhodos  als ersehntes Ziel wo die  Sonne zu scheinen schien.

 

Nach sieben Stunden  war die Südspitze von Rhodos  erreicht und um 18:30  fiel in  Lindos der Anker.  Ein wunderschöner  und anstrengender  Segeltag   (teilweise mit  Motor Unterstützung)  –  sowas kann man nicht kaufen daß  muss man erleben.

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