Ghostwriter – M.

Am 26.05.2017 führte uns unsere Reise auf die Insel Lesbos. Der Wind kam endlich wieder einmal aus der richtigen Richtung und wir konnten fast die ganze Strecke segeln. Karls Plan war es die erste Nacht in der Bucht vor Apothikes zu ankern. Er wusste, dass in der langen Einfahrt zu der Bucht einige Untiefen zu berücksichtigen sind und dass – wie es in Griechenland üblich ist – die Markierungen an vielen Stellen einfach fehlen. Trotz großer Vorsicht sprang die Anzeige des Tiefenmessers von einer Tiefe von 12 Meter auf 1,9 Meter. Karl stoppte sofort die Fahrt und setzte rasch zurück. Wir wischten uns danach den Schweiß von der Stirn – noch einmal gut gegangen.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter bis Sigri, wo wir uns in eine vom Nordwind geschützte romantische Bucht legten.  2010 lagen wir bereits in dieser Bucht und sie hat kein bisschen an Reiz verloren. Die Dächer der Häuser sind alle mit roten Ziegeln eingedeckt und bilden ein harmonisches Ganzes. Der Ort selbst ist nicht besonders groß aber das neben einer EU-Tafel stehende Museum für versteinerte Bäume wäre einer Großstadt würdig.

Da die Wetterprognosen für die nächsten Tage starken Nordwind ankündigten fühlten wir uns an diesem Platz recht sicher. Der Starkwind war zwar beim Inspizieren der Gegend zum Aushalten, aber um im Freien zu sitzen eher unangenehm. Das war auch der Grund, weshalb wir uns in ein nettes, direkt am Meer liegendes Fischrestaurant begaben. Bereits beim ersten Besuch dieses Lokals waren wir vollauf begeistert. Das Essen war ausgezeichnet und die Bedienung (Familienbetrieb) war sehr freundlich. Maria war überzeugt das beste Meeresfrüchte-Risotto ihres Lebens gegessen zu haben und Karl lobte das Stifado aufs Höchste. Vier Tage lagen wir vor Sigri und wir gingen jeden Tag ins Cavo Doro essen.

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